Posts by: "Judith Gruemmer"

„Hummer statt Krebs“ Das Magazin für Patienten und Angehörige rund um Onkologie berichtet in seiner aktuellen Ausgabe u.a. zu folgenden Themen:

„Alles, was bleibt“ Interview mit Judith Grümmer – Seite 26 bis 31

Annika B. „Ich bin froh, dass ich das Hörbuch habe“ – Seite 32 bis 33

„Ein sehr gutes Projekt“. Die Psychoonkologin Dr. Michaela Hesse – Seite 34 bis 35

Radio Hamburg Hörer helfen Kindern e.V. spendet 15.000 Euro, damit drei Hamburger Familien mit einem sterbenskranken Elternteil ein ganz persönliches Familienhörbuch bekommen.

Radio Hamburg hat sich mit dem mildtätigen und gemeinnützigen Verein „Radio Hamburg Hörer helfen Kindern e.V.“ der Kinder- und Jugendhilfe verschrieben. Bereits seit 1988 sammelt Hamburgs meistgehörter Sender für diejenigen, die sich nicht selbst helfen können. Seitdem kamen rund 8 Millionen Euro an Spenden zusammen. Das Geld wird u.a. gemeinnützige Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen verteilt. Radio Hamburg Kurzinfo

 

 

Eine Familiengeschichte und ein unglaubliches Engagement für die Zukunft des Projekts Familienhörbuchs: Die Crowdfundingaktion von Katrin und ihrer Mutter Christa

Karins Familienhörbuch ist da – erste Momente

Ihr Lieben,

nach sieben Wochen fernab von Freunden, Arbeit, Kita, Schule, ständig besorgt um unsere Familien, unsere Existenz, unsere Gesundheit, dürfen wir endlich hoffen. Hoffen auf andere, bessere Tage und auf ein bißchen vertraute Normalität. …

Karins kostbares Zukunftsgeschenk wird unsere Familie im Leben begleiten, jeden auf seine Weise, jeden zu seiner Zeit. Deshalb bitte ich euch heute erneut von ganzem Herzen, egal ob ihr gerade auf bessere Tage, einen neuen Job, oder auf die schrittweise Rückkehr in einen neuen Alltag hofft, vergesst nicht, dass es da draussen leider noch so viele schwerkranke junge Papas und Mamas wie Karin gibt, für die es keine besseren Tage mehr geben wird. Bitte denkt daran, dass jeder einzelne gespendete Euro, jedes Teilen in euren sozialen Netzen, jedes weitererzählen unter Freunden, Nachbarn, Bekannten, diesen Familien ein unwiderbringliches Stück Hoffnung und Zuversicht schenken kann. …

Lesen Sie weiter und – wenn Sie mögen – dann  spenden Sie und teilen die Crowdfundingaktion.

Das Team der Familienhörbuch gGmbH dankt Christa Klickermann und allen Crowdfundern und Spendern von Herzen dafür, dass nun ganz zeitnah noch weitere Familienhörbücher als Zukunftsgeschenke für früh verwaisende Kinder entstehen können.

 

Der Kölner StadtAnzeiger berichtet am 2./3.Mai – in der Rubrik „Wir helfen e.V.“

von Nadja Lissok

Wenn Tanja Wolf das Instrumentalstück „Crockett’s Theme“ hört, ist wieder 1988. Sie sitzt mit ihrem Walkman auf der Rückbank neben ihrem Bruder, hat nur diese eine Kassette mit dem Soundtrack der amerikanischen 80er-Serie „Miami Vice“ dabei, schaut stundenlang aus dem Fenster, wie sich draußen die Landschaft verändert. Es ist Sommer, es ist heiß, es geht in den Familienurlaub nach Südjugoslawien.

Das Lied soll unbedingt in ihr Hörbuch, das sie gerade mit Biografin Judith Grümmer aufgenommen hat. Und die Erinnerung an eine Reise sei für ihre Situation ja auch ganz passend, ergänzt Wolf, braune Kurzhaarfrisur, helle blaue Augen und taubenblauer Rollkragenpulli. Beide sitzen an Grümmers Esstisch, in ihrem Ferienhaus in der Eifel, wo sie die vergangenen drei Tage verbracht haben.

Weiterlesen im Kölner StadtAnzeiger Online

NDR Kulturjournal am 20. April 2020: Erinnerung über den Tod hinaus – Persönliche Hörbücher für Angehörige

Den Filmbeitrag finden Sie in der Mediathek des NDR

Die Journalistin Judith Grümmer hat das Audiobiografie-Projekt „Familienhörbuch“ ins Leben gerufen.

„Alles, was Stimme hat, überlebt“ ist das Motto des Projekts „Familienhörbuch“. Es verleiht todkranken jungen Eltern eine Stimme. Sie erzählen mit ihrer Stimme und in ihren Worten von ihrem Leben. Als Nachlass für ihre Kinder. Die finden in diesen Familienhörbüchern dann Antworten auf die Frage: Wer war meine Mutter? Wer war mein Vater? Eine Begleitung in die Zukunft, die die Kinder bei der Trauerarbeit unterstützen kann. Die Journalistin Judith Grümmer hat dieses Audiobiografie-Projekt ins Leben gerufen. Das Kulturjournal begleitet sie dabei, wie sie mit einer schwer erkrankten Frau und Mutter in Norddeutschland deren Familienhörbuch für ihre Kinder aufnimmt.

Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

Und jeder von Ihnen kann etwas Gutes für das Familienhörbuch-Projekt tun:

Einkaufen und nach Herzenslust shoppen gehen, das ist in Zeiten von Corona nicht mehr so einfach möglich.
Wenn Sie in der aktuellen „zu-Hause-Bleib-Zeit“ etwas nach Hause zu bestellen?!?

Dann machen Sie es doch über diesen Link und sammeln gleichzeitig Geld für ein weiteres Familienhörbuch.

Denn ab sofort wird das Familienhörbuch-Projekt auch beim Online-Shoppen unterstützt.

 

 

Aber meine Bitte: Nach dem Abklingen der Corona-Krise brauchen die Einzelhändler unser aller Unterstützung.

Onlinekonferenz – talk.show 2.0: Unser Plan P unter dem Motto „Virus trifft Zelle“

April 2020 | 11:00 – 15:00 Uhr | online

Let´s talk about Brustkrebs und Corona

Wissenstransfer und Netzwerken mit pinker Energie: Präventiv, kurativ und rehabilativ.

Jeder kann teilnehmen. Eingeladen sind Betroffene, Partner, Organisationen, Unternehmen und alle Interessierte, die in irgendeiner Form von Brustkrebs betroffen sind oder sich informieren möchten. Wir freuen uns sehr über die special guests und sind sicher, dass es gerade in Zeiten von Corona umso wichtiger ist zusammen zuhalten, zu informieren und Möglichkeiten zu schaffen – Gemeinsam fürs Leben!

Das Familienhörbuchprojekt stellt sich Ihren Fragen: in der Zeit von 11 Uhr bis 12 Uhr im Expertentalk

(weitere Informationen folgen)

Ganz ehrlich: Diese erste großartige Gofundme-Aktion, Karins Engagement für das Familienhörbuch-Projekt weit über ihren eigenen Tod hinaus unterstützen zu wollen, hat es möglich gemacht, dass schon jetzt weitere Familienhörbücher in Arbeit sind.

Die Bereitschaft ihrer Mutter Christa und ihrer ganzen Familie, das Projekt für andere unheilbar erkrankten junge Mütter und Väter möglich zu machen, macht mir persönlich Mut, meine Vision weiterzutragen:  Audiobiografien als therapiebegleitendes Angebot: bundesweit – kostenfrei für die Familien – schnell und auf die Bedürfnisse der Palliativpatienten angepasst. Die Spenden ebenso wie die vielen unterstützenden Kommentare sichern das Projekt für die kommenden Wochen oder vielleicht sogar Monate.

Dafür möchten Christa und ich, im Namen aller Projektbeteiligten, allen Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen danken.

Sie alle, Ihr alle habt mir als Initiatorin des Projektes den Mut geschenkt, nicht aufgeben zu müssen.

Denn nachdem die bisherige Förderung satzungsgemäß in diesem März ausgelaufen ist, hatte ich vor vier Wochen gerade noch Geldmittel für drei bis vier Familienhörbücher. Und die große Sorge, vielen, vielen Palliativpatienten den Wunsch nach einem Hörbuch als Hinterlassenschaft für ihre Kinder von absagen oder sie mit langen Wartezeiten zu müssen. Denn ohne Geld kann ich weder Audiobiografen noch Tontechniker beschäftigen und auch nicht die unterdessen nötigen Organisationsstrukturen aufbauen, um Familienhörbücher bundesweit und kostenfrei realisieren zu können.

Es sind Ihre und Eure Spenden, die es mir möglich machten, kurzfristig mehreren Palliativpatienten eine audiobiografische Begleitung zusagen zu können.

Endlich die Gewissheit, dass ganz zeitnah zehn, fünfzehn, vielleicht bald sogar zwanzig schwerkranke Mütter oder Väter ein Familienhörbuch als Zukunftsgeschenk für ihre Kinder mit mir und meinem Team aufzeichnen können.

Endlich die wohltuende Erfahrung: Mit Crowdfunding haben WIR als Gesellschaft die Möglichkeit, eine gemeinnützige Vision mit Leben zu füllen.

Endlich eine Finanzierung – dank dem WIR – aus der Mitte unserer Gesellschaft, solange sich (noch) keine Stiftungen und Fördertöpfe und  (langfristig auch )Krankenkassen gefunden haben, die das Projekt zukunftssicher machent.

Endlich kann ich die zu Jahresanfang für das Familienhörbuch-Projekt ausgebildeten Audiobiografen zu Menschen wie Karin fahren lassen, die sich so gefreut hat, am Ende ihres Lebens noch ihre Stimme, ihre Geschichten, ihre Erfahrungen, ihre Liebe als Hörbuch hinterlassen zu können.

Und JETZT das: Die aktuelle Kontaktsperre aufgrund der CoronaKrise erlaubt nun nicht mehr das Interview am Krankenbett oder gemeinsam an einem Tisch.

Doch schon zwei Tage nach der bundesweit ausgerufenen Kontaksperre geht es weiter: das erste FamilienhörbuchONLINE ist schon abgeschlossen.

Palliativpatienten sollen nicht warten müssen! Zumindest nicht auf die Möglichkeit, ein Familienhörbuch für ihre Kinder zu erarbeiten!

Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck an der Möglichkeit, per Videokonferenz und mit hochprofessionellem Equipment, Audiobiografien realisieren zu können.

Schon konnte das erste FamilienhörbuchONLINE realisiert werden.

(25.März 2020) Am vergangenen Freitag hätte eine junge palliativerkrankte Mutter von zwei kleinen Kindern zu mir kommen sollen, um ein Hörbuch aufzuzeichen. Sie hat keine Zeit auf das Ende der Corina-Krise zu warten, denn  schon drei Tage später soll ein Hirntumor entfernt werden. Dabei könnte das Sprachvermögen geschädigt werden könnte. Doch anstatt ihr aufgrund der Kontaktsperre absagen müssen, haben mir mehrere Ton-, Medientechniker und IT-Spezialisten in ehrenamtlicher Fleissarbeit begonnen, eine Videokonferenz  „gebastelt“, um unser die Online-Interview qualitätiv hochwertig aufgezeichnen zu können.

Und schon einen Tag später, also am vergangenen Samstag und Sonntag, konnten wir mit der jungen Frau online und im Blickkontakt von Monitor zu Monitor ihre Lebensgeschichte aufzeichnen. Für ihre noch sehr kleinen Kinder, aber auch für sie selbst. Sie hat sogar noch ihre beiden Lieblingslieder eingesungen. Vielleicht hatte sie eine kleine  Sorge weniger, als sie am nächsten Tag in die Klinik gefahren wurde. Ihr Familienhörbuch ist „im Kasten“, ihre Stimme ist bewahrt.

Für die ProjektteilnehmerInnen ist der technische Aufwand sehr gering.

Und vorallem: Das FamilienhörbuchONLINE schafft sozialen Kontakt auch in Zeiten des Räumlichen Abstands.