Jens Eberl berichtet in „Brisant“ über das Familienhörbuch-Projekt: Anschauen

Was wird aus meinem Kind, wenn ich nicht mehr bin? Wird es mich vergessen? Eine Frage, die viele schwerkranke Eltern umtreibt – vor allem, wenn der Nachwuchs noch klein ist. Journalistin und Autorin Judith Grümmer hat gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Bonn das Projekt „Familienhörbuch“ ins Leben gerufen. Zusammen mit ihrem Team bietet sie jungen PalliativpatientInnen mit kleinen und heranwachsenden Kindern die Möglichkeit, ihre Lebensgeschichte in Form eines Hörbuchs zu erzählen.

Das ist nicht „nur“ für die Kinder ein einmaliges Erinnerungsstück, das ihnen hilft, den Verlust des Elternteils zu verarbeiten. Auch dem betroffenen Elternteil hilft die Arbeit am Hörbuch beim Abschiednehmen. Die Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bonn beobachten, inwiefern die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit den jeweiligen Krankheitsverlauf beeinflusst.

Bislang ist das Projekt „Familienhörbuch“ für die Patienten kostenlos und wird durch Spenden finanziert.