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2014-09-10-SuJ-FJR-014

Fotografie: Joachim Rieger

Stimmen aus den Familienhörbüchern:

Sandra, 42 Jahre, Mutter einer 9jährigen Tochter – in ihrem Vorwort:

„Mein geliebtes Kind, du fragst mich so oft: „Mama, erzähl mir doch eine Geschichte.“ Und du bist so unglaublich interessiert. Und du willst so viel wissen. Und genau deshalb habe ich dieses Hörbuch jetzt gemacht. Da erzähle ich Geschichten, meine Geschichte, für dich.

Und es sind vielleicht ein paar Antworten dabei auf die Frage: „Mama, wie war das damals bei dir? Und wie hast du das empfunden? Und warum? Und erzähl doch noch ein bisschen.“

Und ich hoffe, dass das Hörbuch eine Antwort darauf ist …, die du vielleicht eher verstehst, wenn du älter bist, mit 14 oder 15, 18, 20 Jahren. Wenn du vielleicht selber mal dein eigenes Kind bekommst, heiratest, eigene Erfahrungen gemacht hast…“

Ich weiß nicht, wann du dir dieses Hörbuch anhören wirst, aber ich würde mir wünschen, dass du vielleicht es gemeinsam mit dem Papa anhörst. Es gibt viele lustige Geschichten. Und es gibt die Kapitel mit Karl, dem Krebs. Und die sind vielleicht nicht so lustig. Und da nochmal mehr würde ich mir wünschen, dass ihr die zusammen anhört, in Momenten, in denen ihr das aushalten könnt. Und dass ihr dann aber auch weiterhört, und hört, von mir, dass alles nicht ganz so düster sein muss.“

Elke, 42 Jahre, Mutter von 3jährigen Zwillingen und 7jährigem Sohn – in ihrem Vorwort:

„Hallo ihr Lieben, nun bin ich den vierten Tag in der Eifel und arbeite an meinem Familienhörbuch für euch. Vor einer Woche hätte ich das noch nicht für möglich gehalten, da habe ich gefragt, ob wir verschieben könnten. Mein Mund tat weh und selbst Joghurt essen war eine Herausforderung, die Fußsohlen waren taub, ich vergaß mitten im Satz, was ich eigentlich sagen wollte und für mich das Schlimmste, ich war total heiser, weil von dem Cortison der Hals so zugeschwollen war. Frau Grümmers Antwort war prompt: Verschieben ist nicht, bin ausgebucht. Kommen Sie doch erstmal her. Je näher der Anreisetag kam, umso fitter wurde ich und in diesen vier Tagen hier ging es mir richtig gut.

In erster Linie habe ich das Hörbuch natürlich für euch gemacht, damit ihr, wann immer ihr wollt, meine Stimme hören könnt und wenn ihr größer seid, etwas über eure Mama erfahrt. Aber auch für mich war es wichtig, mich einmal ganz intensiv mit meinem Leben auseinanderzusetzen. Viele schöne Erinnerungen kamen zum Vorschein und mit manchen doofen Erlebnissen habe ich reinen Tisch gemacht. Die letzten vier Tage waren definitiv eine emotionale Achterbahnfahrt, ich musste immer wieder weinen, aber eben auch ganz oft lachen. Euch wird es bestimmt genauso gehen und das ist auch gut so. Ihr dürft weinen. Aber ihr müsst auch ganz viel lachen. Am besten hört ihr auch dann an, wie eure Mama „Stubs, der kleinen Osterhase“ singt. Und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Anhören des Hörbuchs. Eure Mama.“

Kristin, 39 Jahre, Mutter eines 20monatigen Sohns – in ihrem Nachwort

„Jetzt habe ich zweieinhalb Tage durcherzählt und eben noch die ganzen Titel aufgesprochen und gemerkt, was für eine Fülle an Themen und Gedanken dabei zusammengekommen ist.

Ich bin ganz, ganz dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, dieses Hörbuch zu machen. Das war sehr anstrengend und ich habe einige Taschentücher gebraucht und viele Pausen, die wirklich nötig waren zur Erholung. Weil, das war harte Arbeit, aber ich glaube, dass es mir sehr, sehr gut getan hat, dass es natürlich für euch eine Schatzkiste ist, aber auch gleichzeitig war es für mich hilfreich und heilsam und ein Element dessen, wie ich mich mit der Situation auseinandersetze und mich auf das vorbereite, was aufgrund meiner Krankheit ansteht und kommen wird.

Ziel ist für mich unter anderem mit diesem Hörbuch mit ein bisschen weniger Angst und Schrecken auf das Thema Sterben und Tod zu blicken – und das wünsche ich euch beiden auch. Wir wissen alle nicht, was nun vor uns ist und noch kommt, aber ich wünsche uns allen, dass wir es annehmen und gut meistern und gut damit umgehen und das Thema Tod und Sterben in unser Leben integrieren und dass ihr es beide am Ende eures Lebens als Bereicherung sehen könnt, nicht nur dieses Hörbuch, sondern was wir zusammen erlebt haben.“

Maria, 41 Jahre, zwei Kinder, 6 und 9 Jahre – in ihrem Nachwort

„Ich war sehr gespannt und überrascht, nachdem ich mich entschieden habe, dieses Hörbuchprojekt anzugehen, was überhaupt passieren wird, was dabei rauskommen wird, was für ein Produkt entsteht. Und bin jetzt im Nachhinein ganz froh und dankbar, dass ich den Mut hatte, dieses Projekt anzugehen, dass ich die Kraft hatte, diese drei intensiven Arbeitstage gut zu überstehen und hoffe für alle, die es hören werden, dass es ein großer Schatz ist, der aus meinem Leben, aber auch ein bisschen aus der Zeit erzählt, in der ich gelebt habe. Und an dieser Stelle möchte ich mich auch bei euch Dreien bedanken, für die wundervolle Zeit, die wir schon miteinander verbracht haben.“

Petra, 35 Jahre mit 4jähriger Tochter – in ihrem Vorwort

„Hallo, meine Liebe. Eigentlich wollte ich dir ganz viele Briefe schreiben, Briefe zu Zeitpunkten, wo ich vielleicht nicht mehr bei dir bin, Zur Einschulung, wenn du das erste Mal Liebeskummer hast, wenn du heiratest, wenn du selber Mama wirst.

Jetzt ist die Krankheit schon so weit fortgeschritten, dass ich eben nicht mehr schreiben kann und ich möchte auch nicht jemand anderen damit betrauen und ich möchte dir auch nichts auf dem Computer schreiben. Und da hat die Oma zum Glück im Fernsehen gesehen, dass man dieses Hörbuch hier machen kann und ich war direkt total begeistert.

In diesem Hörbuch erzähle ich dir meine Geschichte und die unserer Familie, damit du einfach ein bisschen weißt, wird die Mama war, wo sie herkommt, wie sie als Kind gespielt hat.

Das Hörbuch hat aber leider auch ein Kapitel über die Krankheit und, ja, da muss man eben einfach gucken, wann du dir was anhörst.

Ich hoffe einfach, dass ich dir mit dem Hörbuch eine Freude mache und du eine Chance hast, jederzeit meine Stimme zu hören, wenn dir danach ist und das ich dir auf diese Weise auch wieder nah sein kann.“

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Pauline, mit 9 Jahren verwaist – 4 Jahre nach dem Tod ihrer Mutter

„Es hat auch das beruhigende, nochmal ihre Stimme zu hören, egal was es jetzt ist. Ich glaube, es ist sehr viel Abschied nehmen und es hilft, dass man sich damit abfinden kann. Das Beste ist, wenn sie in ihrem eigenen Hörbuch lacht, finde ich. Man erinnert sich nicht wirklich an die Momente, aber man fühlt sich zuhause.“

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Oliver, Witwer mit 14jähriger Tochter – 4 Jahre nach dem Tod seiner Frau

„Wenn ich das Hörbuch höre, dann habe ich meine Frau richtig auch vor Augen. Ich höre es zum Beispiel gerne, wenn ich alleine im Wald spazieren gehen, dann höre ich nebenher das Hörbuch. Und wenn ich ein Kapitel zu Ende gehört habe und mein Handy dann auch ausmache, dann bin ich so richtig im Dialog mit ihr.“

Michael, Witwer, 50, Vater von zwei Kindern, 6 und 8 Jahre – Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau

„Für uns als Hinterbliebene ist es auf jeden Fall, weil wir sie so nah an uns ran holen können, in dem Moment, wo wir es hören, durch die ganzen Geschichten einfach ein unendlicher wertvoller Schatz, den wir immer wieder rausholen können, wenn uns danach ist. Ich kann es den Kindern zum Einschlafen einstellen, wenn ihnen das hilft. Man kann so viele Dinge damit machen. Ich habe das Hörbuch am intensivsten gehört in den ersten Tagen nachdem meine Frau gestorben ist und für diesen ersten Trauerprozess hat es mit enorm geholfen und ich habe gemerkt, dass meine Frau eine sehr große Zufriedenheit daraus gezogen hat, dass sie sehr ausgeglichen war in einer Zeit, in der sie eigentlich sehr angespannt war aufgrund der schwierigen Lage der Krankheit.“

„Es gibt zwei Kapitel, wo sie sich direkt an mich wendet, über mich spricht, über unserer Beziehung spricht und das ist etwas, was auf der einen Seite sehr schwer ist anzuhören, aber auf der anderen Seite mir auch extrem viel gibt, Kraft auch gibt weiterzumachen und es ist einfach so eine positive Zusammenfassung. Und dann natürlich die Geschichten über die Geburten unserer beiden Kinder, die den Kindern die Möglichkeit geben, das irgendwann mal von ihrer Mutter selbst zu hören und eben nicht nur von mir und von anderen. Auch die Kapitel, wo sie über die Krankheit spricht, sind natürlich jetzt im Nachhinein sehr wichtig und sehr interessant und auch nochmal besser zu verstehen, was hat das mit ihr eigentlich gemacht.“